Kamairicha Grüner Tee

🍃 Kamairicha Grüntee: Japans anderer Grüntee

Kamairicha ein seltener japanischer Grüntee, der weniger als 0,3 % der nationalen Produktion – etwas über 200 Tonnen pro Jahr, hauptsächlich aus Kyushu. Er zeichnet sich durch seine einzigartige Herstellungsmethode aus: Die Blätter werden in einem Eisengefäß bei hoher Temperatur (300 bis 450 °C) trocken erhitzt – eine Technik chinesischen Ursprungs. Im Gegensatz zu gedämpften Grüntees bewahrt diese Methode einen milden, leicht gerösteten Geschmack ohne Adstringenz und ein feines Aroma. Das Ergebnis: ein erfrischender und weicher gelbgrüner Aufguss.

Ein kurzer historischer Überblick

Kamairicha wurde im 15. Jahrhundert von chinesischen Händlern nach Japan eingeführt; die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1440 in der Saga-Region auf der Insel Kyushu. Während der Edo-Zeit war Kamairicha als Tee nach chinesischer Art ( Tōcha ) bekannt, wurde aber ab dem späten 18. Jahrhundert allmählich von gedämpften Grüntees vom Sencha- Typ verdrängt

Kamairicha-Zubereitung

Kamairicha wird traditionell mit 80 °C heißem Wasser zubereitet. Wie bei allen japanischen Grüntees können die Zubereitungsparameter jedoch je nach Anbaugebiet, Sorte und persönlichen Vorlieben variieren. Die folgenden Empfehlungen sind daher zwar klassisch, aber möglicherweise nicht optimal für Ihren Kamairicha. In Kyushu ist es nicht unüblich, den Tee mit 90 °C aufzubrühen.

👉 Für optimalen Genuss 3 g Kamairicha mit 100 ml Wasser bei 80 °C übergießen, eine Minute ziehen lassen und servieren. Diese Einstellungen können Sie für die beiden folgenden Aufgüsse verwenden.

  • 100 ml bei 90° für 30 Sekunden

  • 100 ml bei 90° für 1 Minute

Kamairicha-Grünteeblätter aus Miyazaki
Kamairicha-Grünteeblätter aus Miyazaki

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